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Tiere ganz nah erleben!

Tierpark Gettorf

Beruf Tierpfleger

Gehege harken

Tierpfleger – sicherlich hat dieser Beruf für viele Jugendliche eine starke Anziehungskraft. Besonders junge Frauen können es sich meist gut vorstellen, mit Tieren zu arbeiten, für sie zu sorgen und sie zu pflegen. Aber wer weiß eigentlich so genau, was ein Tierpfleger so macht und was man für diesen Beruf an Voraussetzungen braucht?

Was macht ein Tierpfleger eigentlich in seiner Arbeitszeit?

Die meiste Zeit geht für das Reinigen der Gehege und Stallungen drauf. Ein Tierpfleger darf keine Angst davor haben, sich die Hände schmutzig zu machen! Etwa 80% seiner Arbeitszeit verbringt der Tierpfleger mit Schrubben, Harken, Fegen und ähnlichen Reinigungsarbeiten. Diese Routinearbeit muss täglich immer wieder mit der gleichen Sorgfalt erledigt werden. Und ein Tierpfleger muss damit leben können, dass es eine Viertelstunde nach dem Verlassen des Geheges schon wieder genauso aussieht wie vorher.

Ein Wort zur Gesundheit: Wer schon vor Beginn der Ausbildung weiß, dass er oder sie zu Allergien neigt, sollte sich die Ausbildung zum Tierpfleger gut überlegen. Wenn man täglich mit Tierhaaren, mit Heu und Stroh und zahlreichen Putzmitteln zu tun hat, können bereits vorhandene Allergien sich verstärken oder sich neue entwickeln. Die Vermeidung der allergieauslösenden Stoffe ist dabei fast unmöglich, hier kann im schlimmsten Fall eine Berufsunfähigkeit drohen.

Und sonst?

  • Futter muss zubereitet und verfüttert werden. 3-4 Stunden Küchenarbeit am Stück mit Obst und Gemüse schnibbeln sind da keine Seltenheit. Dazu gehört aber unter Umständen auch das Versorgen und evtl. Töten von Futtertieren.
  • Gehege müssen eingerichtet und instandgesetzt werden. Der Tierpfleger entwirft und bastelt Beschäftigungsmöglichkeiten für seine Tiere. Ein wenig handwerkliches Geschick ist also nicht von Schaden!
  • Der Tierpfleger beobachtet und beurteilt den Gesundheitszustand seiner Tiere und hilft dem Tierarzt bei nötigen Eingriffen. Eine gute Beobachtungsgabe und wache Sinne sind notwendig, um die teilweise kleinen Veränderungen zu erkennen, die auf Krankheit oder Verletzung hindeuten.
  • Raufutter muss geerntet und gelagert werden, Ställe gemistet, Schnee und Eis von den Anlagen gesammelt werden. Mehrere Stunden bei drückender Hitze auf dem Heuboden sind genauso ‘tägliches Brot’ wie Stunden auf den Freianlagen bei klirrender Kälte oder Dauerregen. Körperlich harte Arbeit bei Wind und Wetter gehört nun einmal dazu!
  • Regelmäßige Wochenend- und Feiertagsarbeit ist ein Muss. Auch am Sonntag oder an Weihnachten haben die Tiere Hunger und möchten in einem sauberen Gehege leben! Zahlreiche, oft nicht planbare Überstunden bei der Versorgung kranker Tiere, einem Tierausbruch oder bei der Handaufzucht von Jungtieren sind Normalität.
  • der Tierpfleger übernimmt die volle Verantwortung für das Wohlergehen der ihm anvertrauten Tiere. Er muss seine Tiere gut kennen, ihr Verhalten einschätzen und bewerten können und erkennen, wann Handlungsbedarf besteht. In diesem Falle muss er rasch, beherzt und überlegt handeln.

Wie kann ich mich auf einen Ausbildungsplatz bewerben?

Küchenarbeit

  • ab dem vollendeten 18. Lebensjahr
  • sehr guter Haupt- oder guter Realschulabschluss
  • schriftliche Bewerbung
  • 4-wöchiges, unentgeltliches Sichtungspraktikum in unserem Tierpark

Achtung! Unaufgefordert zugeschickte Bewerbungsunterlagen auf andere Stellen als die Ausbildungsplätze können nur gegen Beilegung eines frankierten Rücksendeumschlages zurückgeschickt werden!

Einige Informationen zur Ausbildung:

Dauer:

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Bei guter Leistung kann sie gegen Ende auf 2,5 Jahre abgekürzt werden.

Wie läuft der Berufsschulunterricht ab?

Die Landes-Berufsschule für Tierpfleger ist in Neumünster. Hier haben die Auszubildenden des ersten Lehrjahres an zwei Tagen in der Woche Unterricht, die Schüler des 2. und 3. Jahres je einen Tag.

Und nach der Ausbildung?

Wie in vielen andere Bereichen auch ist die Arbeitsmarktsituation im Berufsbild Tierpfleger relativ schlecht. Viele Kommunen reduzieren ihre Ausgaben und damit natürlich auch ihre Tierpflegerstellen in den Zoos. Nur mit einem guten Abschlusszeugnis hat man auf diesem Markt noch Chancen.

Wir sind selber nicht in der Lage, Auszubildende nach der Gesellenprüfung zu übernehmen, da unsere Stellen alle besetzt sind.

Außerhalb der Zoos gibt es noch alternative Arbeitsbereiche im Bereich Tierheim/Tierpension oder in der Versuchstierhaltung. Zwar bilden diese Bereiche auch eigene Pfleger aus, mit guten Noten hat man aber immer noch eine Chance, dorthin zu wechseln.

Gibt es Aufstiegsmöglichkeiten?

Nach einigen Jahren der Berufspraxis hat man die Möglichkeit, zum Revierpfleger aufzusteigen. Dieser ist eigenverantwortlich für einen größeren Bereich des Tierparks, organisiert dort alle anfallenden Arbeiten und ist zuständig für den Einsatz der dort arbeitenden Pfleger.

Außerdem besteht die Möglichkeit, den Tierpflegemeister zu machen und z.B. die Futtermeisterei verantwortlich zu führen oder Tierparkinspektor zu werden (Arbeitsleitung der gesamten Tierpflege).