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Tiere ganz nah erleben!

Tierpark Gettorf

Alpakas

Alpakaanlage

Unsere Alpakas bewohnen seit dem Frühjahr 2016 eine neue Anlage auf der Koppel neben dem Verrückten Haus.

Von den meisten Besuchern werden sie erst einmal für Lamas gehalten. Das ist nicht ganz falsch. Beide stammen von südamerikanischen Wildkamelen ab. Während die Lamas aber von den großen, kräftigen Guanakos abstammen und im wesentlichen als Lasttiere genutzt werden, dienen die aus dem zierlichen Vicugna gezüchteten Alpakas fast ausschließlich der Wollgewinnung. Alle zwei Jahre werden sie geschoren und liefern eine feine, weiche und fast fettfreie Wolle. Kein Vergleich mit der kratzigen und fettigen Wolle unserer Schafe!

Natürlich können die Alpakas genau wie die Lamas auch spucken! Sie tun es aber nur ganz selten. Nur wenn unser Hengst zu sehr hinter den Stuten her ist oder es unter den Damen eine heftigere Rangelei um das Futter gibt, muss man ein wenig vorsichtig sein. Wenn die langen Ohren ganz nach hinten an den Hals angelegt werden und die Nase gerade in die Höhe gereckt wird, dann sollte man besser in Deckung gehen.

Unsere Alpakas bekommen regelmäßig mehrere Jungtiere im Jahr. Mit ein wenig Glück kann man die Geburt sogar auf der Anlage beobachten, denn anders als die meisten anderen Tiere haben unsere Alpakas so gut wie keine Angst mehr vor den Menschen und ziehen sich daher zur Geburt nicht unbedingt in den sicheren Stall zurück.

Auf jeden Fall aber kann man die niedlichen Kleinen begutachten, wie sie schon eine Stunde nach der Geburt hinter der Mutter hinterherstackeln – noch etwas wackelig auf den Beinen, aber voller Neugier auf die große weite Welt rund um sie herum.


Auf der Koppel lebt außerdem noch ein kleines Rudel Damhirsche. Bei diesen grazilen Tieren sind die Geschlechter leicht auseinander zu halten. Nur die Männchen besitzen das eindrucksvolle Schaufelgeweih. Die Hirschkühe sind geweihlos.

Im Frühjahr verlieren allerdings auch die Männchen ihren Kopfschmuck. Dann wird das Geweih abgeworfen und durch ein neues ersetzt. Das neugebildete Bastgeweih ist in der Bildungszeit stark durchblutet und sehr weich. In dieser Zeit muss der Hirsch recht vorsichtig sein, damit er sich nicht daran verletzt. Nach der Fertigstellung des neuen Kopfputzes verknöchert das Geweih und die Blutgefäße ziehen sich zurück. Nun ist das Geweih einsatzfähig für die Rivalenkämpfe im Herbst.

Seit einigen Jahren ist ein Teil der Damhirschwiese auch für Besucher begehbar. Sie können hier unseren Hirschen ganz nahe kommen, und die von Natur aus scheuen Tiere haben sich auch schon gut an unsere Besucher gewöhnt. Aus Sicherheitsgründen lassen wir die Tiere aber nur durch sogenannte ‘Hochzeitsgänge’ zu Ihnen. So können die geweihlosen Weibchen und Jungtiere mit Ihnen auf Tuchfühlung gehen, die geweihtragenden Männchen müssen dagegen hinter dem Zaun bleiben.

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